Videos 1 bis 12 sind online!

Mittlerweile stehen 12 Videos stellvertretend für 12 Tage der Zeitreise auf youtube zum Anschauen bereit! Schaut Sie Euch an und gerne erfahre ich auch eine Rückmeldung per Kommentar oder PN.

Hier der LINK zur Videoseite

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Trailer zum Film „Zeitreise“

Die Medien von den ersten 14 Tagen habe ich mittlerweile zu  Kurzvideos ( 3 – 6 min ) verarbeitet.  Pro Tag ein Video. Das passt  wie die Kapitel in einem Buch zusammen und man kann, wenn man will, anhand des Inhaltsverzeichnisses auch einen  bestimmten Tag der Zeitreise auswählen und ihn getrennt von den anderen ansehen. Die Titel der Filme decken sich mit den Etappen im Logbuch. Also so handelt Film 1 von der 1. Etappe „Sexau – Höfen an der Enz“, usw. Pro Film ist immerhin ein Medienvolumen von ca. 750 MB entstanden ( +/- 250  MB , je nach Länge )  bei einer Qualität von HD 1080, 25 fpsec.

Hier also mal zum Einstieg der Vorspann ( Titel und Text und das Übliche ). Die weiteren Videos folgen demnächst in chronologischer Reihenfolge. Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr Euch gerne melden.

Medien: Sichten, sortieren, bearbeiten

Die Aufarbeitung, Sichtung und Sortierung aller Medien, die auf der Zeitreise entstanden sind, ist eine zeitintensive, aber lohnende Aufgabe. Geschätzte 500 digitale Fotos und 40 Videos mit einem Gesamtvolumen von knapp 30 GB !
Zuerst muss ich die Fotos mal ordnen. Dies mache ich chronologisch. Ich erstelle einen Ordner, den ich z.B. „Tag 1“ nenne. Da hinein packe ich alle Fotos und Videos, die ich an diesem Tag gemacht habe.  Anschließend geht es an das Bewerten der Fotos und Videos. Mit dem Programm Adobe Elements  Organizer kann ich den Dateien Sternchen geben: 5 für sehr gut und 1 für „naja“. Den Rest werfe ich in den Papierkorb. Nur Dateien mit mehr als drei Sternen kommen in die engere Wahl zur Bearbeitung und Weiterverwertung. Diese werden markiert und in die Medienbibliothek verschoben, aus der dann das Material für den, bzw. die Filme zusammen gestellt wird.
Ich habe zwei Programme zur Auswahl: Adobe Premiere Elements oder das maconboard eigene Programm iMovie. Um die Datengröße nicht ins unbearbeibare wachsen zu lassen, erstelle ich pro Tag Zeitreise 1 Video von ca. 4 – 6 Minuten Länge. Jedes Video hat zwischen 600 und 1000 MB bei einer Einstellung von:  HD 1080 , hohe Qualität und geringe Komprimierung , Stereo, 20 MB/sec, 30 frames / sec.
Bei 25 Tagen Zeitreise kommt da ganz schön was zusammen!
Ein 90 –  Minutenfilm mit einer Dateigröße von ca. 20 GB!
Vorerst denke ich nur mal an die Erstellung von je einem Video pro Tag Zeitreise. Ob und wie ich die dann zu einem Ganzen zusammenfügen werde, darüber muss ich erst noch nachdenken. Dies hängt davon ab, wofür ich so ein Monstervideo überhaupt brauchen könnte und ob sich irgendjemand für so ein Produkt auch interessiert. ( TV-Sender?)
Vorerst surrt der Ventilator meines Macbooks schon fleissig bei der Kühlung der Grafikkarte und des Prozessors. Die sind nämlich mit dem Rendern, komprimieren und speichern der Videos ziemlich ausgelastet! Ein Beispiel, wie so ein Video dann nachher aussieht, hänge ich hier mal an und würde mich über Rückmeldungen von Euch freuen: Bitte dabei nicht mit Kritik ( aber auch nicht mit Lob :)) sparen!

Am Ende der Zeitreise…

…beginnt eine Neue. Die Zeit , die hinter einem liegt, ist nun Vergangenheit, vor uns die Zukunft, eine neue Zeitreise beginnt. Die jetzt zu Ende gegangene Zeitreise ist für immer vorbei, bleibt aber für mich für immer in meiner Erinnerung als ein besonderes Stück Lebenszeit. Dreieinhalb Wochen voller Leben! Jeden Tag neue Gesichter, neue Straßen, neue Eindrücke, kein Moment der Langeweile oder der Leere, sondern jede Sekunde war voller neuer Impulse. Es gab Momente des Verharrens, des Luftholens, der Pausen, aber die waren, auch für den Bulli, notwendig für die Erholung. Denn anstrengend war sie, diese Zeitreise, anstrengend für Kopf und Körper, für Motor und Fahrgestell. Nun brauche ich erst einmal Zeit. Zeit, all diese Eindrücke sacken zu lassen, zu verarbeiten, zu ordnen. Erst einmal für mich selbst, dann auch für andere. Die Erlebnisse und Eindrücke der Zeitreise möchte ich in einem Bildband zusammenstellen und im Herbst veröffentlichen. Leider ist die Qualität des Filmmaterials nicht gut genug, um daraus mehr zu machen , (Grund: siehe Drohnencrash), aber für ein oder mehrere Videos, garniert mit den besten Fotos, wird es bestimmt reichen.

Am Ende dieser Zeitreise ist es auch Zeit,  Danke zu sagen.

Zuerst mal meinem Bulli, der ohne jegliche Panne die ganze Strecke, zuverlässig wie immer , durchgehalten hat. Kaum Ölverbrauch (0,5 l), 9,75 l/100km Verbrauch, keine Reifenpannen, keine Probleme mit Technik, Fahrwerk oder Elektrik. Ein Reisegefährt, wie man es sich nicht besser wünschen kann. Danke , Bulli!

Meiner Frau Gaby, die es mir möglich gemacht hat, diese Zeitreise durchzuführen, indem sie mir zu Hause in Sexau den Rücken frei gehalten hat, Haus und Garten versorgt hat und die Orga des täglichen Lebens für mich mit gemacht hat. Sie hat mich zu dieser Reise ermuntert. Danke, Gaby!

Meiner Verwandtschaft und Freunden, die mich unterwegs aufgenommen, bewirtet und beherbergt  haben. Danke für die netten, gemeinsamen Stunden Conny, Thomas, Erika, Ulf , Co und Uwe.

Meinem Mechaniker Heinz, der den Bulli technisch optimal eingestellt eingestellt und vorbereitet hat. Danke, Heinz!

Dem Bullibär, der mich, wenn ich mal zögerte, wieder neu motivieren konnte. Danke, Bullibär!

Time is slippin‘

Die Zeitreise geht in die letzte Runde: Von München nach Hause. Ja, nach Hause. Wird Zeit, dass ich da mal wieder hinkomme. 23 Tage Zeitreise liegen hinter mir und 2850 km in der Fahrspur meines Bullis. Ihn zuerst möchte ich herausheben, wenn ich hier schon ein vorgezogenes Resumée beginne. Er lief. Ohne zu Murren, ohne zu Knurren. Bulli eben. Aber ich habe auch ein sehr empfindliches Gasfüßchen und weiß, wann er Gas will und wann es ihm zuviel wird. Eine Symbiose Maschine – Mensch, gewachsen aus dieser einzigartigen Bulliphilosophie – oder wie ich sie nenne “ Bulliphilie“.

Noch knapp 400 km liegen vor uns. Einmal quer durch Voralpenland, am Bodensee vorbei und dann noch durch die heimatlichen Berge. Ein Highlight wird bestimmt nochmal der morgige Tag, wenn ich in Bad Feilnbach die dort ansässigen 12 Familien mit Namen „Millauer“ aufsuchen werde.

Was war gut, was war schlecht? Eine vorweg genommene Bilanz.

Beste Stadt: Hamburg. Definitiv.

Beste Landschaft: Der Main-Tauber-Kreis. Wunderschön.

Bester Typ: Hans-Heinrich, der Hafenmeister von Freiburg an der Elbe

Bestes Bier: BurtzelBräu aus Tarmstedt. Kleine Brauerei, feines Bier. Danke Ulf+Erika.

Bestes Essen auswärts: Zum Fährmann in Caputh, Schwielowsee

Bestes Wetter: Gestern auf der Fahrt nach Weißenburg. Toller Himmel!

Höchstgeschwindigkeit: 99 km/h bergab ohne Gang irgendwo in den Hügeln hinter Ochsenfurt.

Beste Ausstellung: DieErlebniswelt , Hamburg

Bester Campingplatz: KNAUS-Campingpark in Koblenz. Perfekt organisiert.

Größter Schreck: BMW im Gegenverkehr in unübersichtlicher Kurve auf Nebenstraße. Ausflug ins Grüne ohne Schaden überstanden.

Und wie steht’s mit den schlechten Erfahrungen?

Zusammengefasst: Das Wetter in Norddeutschland, die Preise auf vielen Campingplätzen, die dreckige Ostsee, das Watt, Technoparties , lockere Keilriemen, verirrte Navisprecherinnen, Abkürzungen, die keine sind, Bäume beim Landeanflug von Drohnen, Bemerkungen über Aufkleber, keine Tiere im Zoo, rote Welle, Netto, nu is aber gut.

Ach ja, die Camper….waren keine schlechte Erfahrung!

herrundhund-wordpress

 

 

 

Kulinarisches, Technisches und was zum Schmunzeln…

Heute Abend habe ich mir mal ein Abendessen im Restaurant gegönnt. Wobei der Begriff “ Restaurant“ schon nicht ganz stimmig ist. Wir befinden uns auf einem Campingplatz der mittleren Kategorie, Azur-Camping in Wertheim. Will man nicht nochmal seinen Bulli oder das Fahrrad bewegen, dann nimmt man Vorlieb mit den örtlichen Gegebenheiten, eben der Essgelegenheit „Auszeit“, etabliert über den Duschen unterm Dach des Sanitärgebäudes.

Draußen sitzen im Sommer: Fehlanzeige, es sei denn, man betrachtet die 4 Tische unter der Dachschräge, die sich bis nach unten durchzieht, als „draußen“. Innen einfache Tische mit Blick unter den Dachfirst. Die Karte, für mediterrane Fischgenießer erst mal vielversprechen. Calamares à la Romana, Gambas mit Knoblauch, mit Rahmchiliesoße, und weitere ansprechende Fischgerichte. Ich entscheide mich für die Gambas mit der Chilierahmsoße mit frischem Knoblauch. Hört sich vielversprechend an.
Dazu einen trockenen (?) fränkischen Silvaner.  Zuerst der „Gruß aus der Küche“. Zwei schmale, kalte Baguettescheiben mit Knoblauchbutter, garniert mit jungen Zwiebelscheiben und Radieschenjulienne. Interessant. Das Brot – zum vergessen. Aber die Knoblauchbutter – wow! Der Salat: Ein Mischmasch aus Bohnen, Karotten, Radieschen und Kraut, ein Blatt grüner Salat. Alles angerichtet in der Mitte eines Desserttellers. Drei Mal die Gabel benutzt – gegessen. Sollte dies ein Hinweis auf die Überschaubarkeit des Hauptgerichtets sein? In der Tat.  In einem Auflaufform, in der man sonst vielleicht eine Créme Brulée servieren würde, liegen 6, immerhin entschälte Gambas in einer Andeutung von einer rosa Chiliesauce, garniert wiederum mit den schon bekannten Radieschenstiften und Zwiebelringen. Immerhin: heiß.  Geschmackstest: Wow! Toll. Auf den Punkt gebraten und die Sauce auch auf den Punkt in der Schärfe. Allein- die Menge. Sechs Bissen, auch wenn man sie zelebriert, und die Herrlichkeit ist zu Ende. Ach ja, ganz nebenbei kommt eine weitere kleine Auflaufform mit Pommes. Pommes!!! zu Gambas. Sorry, das geht gar nicht. Ich genieße die Gambas Stück für Stück, trinke den Silvaner, der gar nicht so schlecht schmeckt, natürlich harmonisch, und der mir gleich in den Kopf steigt. Liegt wohl am Anbaugebiet. Nach der Mikroportion Gambas habe ich natürlich noch Hunger. Ich gehe in die Küche und hole mir noch was von der herrlichen, weil wirklich knoblauchtriefenden Butter.  Die, zusammen mit den Pommes, stillen dann annähernd mein Hungergefühl.

Fazit:  Die 6 Gambas im Schälchen sind für 12,90 ziemlich überteuert. Aber sie waren geschmacklich sehr ansprechend. Genauso wie die Knoblauchbutter. Der Koch liebt offensichtlich diese Knolle – kein schlechter Zug, wenn man es mag. Die Portion war definitiv zu KLEIN. Der Wein entspricht den örtlichen Gegebenheiten, da darf man nichts Besonderes erwarten. Es standen auch nur zwei Weißweine zur Auswahl (offen).

Die junge Angestellte gab sich sehr viel Mühe , eine Aushilfskraft, die ihren Namen verdient. Deshalb bekam sie auch ein fürstliches Trinkgeld.

Achja, das „Technische“. Hätte ich fast vergessen. Der Campingplatz gibt an, Internet per WLAN zur Verfügung zu stellen. Ich bekam dafür Passwort und Benutzername. Allerdings ist es mir auch nach mehrmaligen Versuchen nicht gelungen, mich bei diesem Server anzumelden. Mac fand zwar das lokale Netz, allerdings nicht das Inter -netz. Technik ist toll, wenn sie funktioniert. Da muss wohl noch nachgebessert werden . Gehe ich halt wieder per Hotspot übers Handy auf die Reise. Gestern Abend habe ich mir aber beim Livestream vom SC Freiburg Spiel mein restliches Guthaben aufgebraucht. Das kann ganz schön teuer werden, wenn man sich Fernsehen per  mobile Daten reinzieht!

Ein Foto möchte ich Euch nicht vorenthalten, sozusagen als Dessert, einfach köstlich:

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Deutschland säuft ab

Der Bulli war die letzten 30 Kilometer der gestrigen Etappe als Amphibienfahrzeug unterwegs. Die Straße war streckenweise mehr ein Kanal als eine Asphaltstrecke, mehr als Schritttempo war nicht möglich. Einem U-Boot gleich schwamm ich nach Tarmstedt, wo ich, innen gottseidank trocken, außen pitschenass, dann auch an den Zielkoordinaten auftauchte. Tolle Sache so ein GPS. Es wurde meinem Bulli sogar der Luxus gegönnt, in einen überdachten Carport anzudocken – hatte er auch verdient, nach dieser Wasserschlacht.

Deutschland im Untergang. Seit gestern Abend scheinen alle Schleusen des Himmels geöffnet worden zu sein. Regen in einer Nacht , soviel, wie sonst nur im ganzen Monat. Und auch für heute ist weiterer Regen angesagt, eine Besserung ist erst ab morgen in Sicht.

So haben wir beschlossen, heute eine Regenpause einzulegen. Bulli wettert den Regen im  Carport ab, ich im warmen Wohnzimmer. Die Gelegenheit, ein paar Dinge aufzuarbeiten, die während der Fahrt liegen geblieben sind. Akkus laden, Fotos sortieren, die defekte Drohnenkamera per Post zur Reparatur zu schicken, usw.

Sollte morgen die Sonne hervorkommen, dann geht es weiter. Münster ist unser nächstes  Ziel.

Foto: Regensituation in Deutschland, © Kachelmann.comBildschirmfoto 2017-07-25 um 10.28.41