Kulinarisches, Technisches und was zum Schmunzeln…

Heute Abend habe ich mir mal ein Abendessen im Restaurant gegönnt. Wobei der Begriff “ Restaurant“ schon nicht ganz stimmig ist. Wir befinden uns auf einem Campingplatz der mittleren Kategorie, Azur-Camping in Wertheim. Will man nicht nochmal seinen Bulli oder das Fahrrad bewegen, dann nimmt man Vorlieb mit den örtlichen Gegebenheiten, eben der Essgelegenheit „Auszeit“, etabliert über den Duschen unterm Dach des Sanitärgebäudes.

Draußen sitzen im Sommer: Fehlanzeige, es sei denn, man betrachtet die 4 Tische unter der Dachschräge, die sich bis nach unten durchzieht, als „draußen“. Innen einfache Tische mit Blick unter den Dachfirst. Die Karte, für mediterrane Fischgenießer erst mal vielversprechen. Calamares à la Romana, Gambas mit Knoblauch, mit Rahmchiliesoße, und weitere ansprechende Fischgerichte. Ich entscheide mich für die Gambas mit der Chilierahmsoße mit frischem Knoblauch. Hört sich vielversprechend an.
Dazu einen trockenen (?) fränkischen Silvaner.  Zuerst der „Gruß aus der Küche“. Zwei schmale, kalte Baguettescheiben mit Knoblauchbutter, garniert mit jungen Zwiebelscheiben und Radieschenjulienne. Interessant. Das Brot – zum vergessen. Aber die Knoblauchbutter – wow! Der Salat: Ein Mischmasch aus Bohnen, Karotten, Radieschen und Kraut, ein Blatt grüner Salat. Alles angerichtet in der Mitte eines Desserttellers. Drei Mal die Gabel benutzt – gegessen. Sollte dies ein Hinweis auf die Überschaubarkeit des Hauptgerichtets sein? In der Tat.  In einem Auflaufform, in der man sonst vielleicht eine Créme Brulée servieren würde, liegen 6, immerhin entschälte Gambas in einer Andeutung von einer rosa Chiliesauce, garniert wiederum mit den schon bekannten Radieschenstiften und Zwiebelringen. Immerhin: heiß.  Geschmackstest: Wow! Toll. Auf den Punkt gebraten und die Sauce auch auf den Punkt in der Schärfe. Allein- die Menge. Sechs Bissen, auch wenn man sie zelebriert, und die Herrlichkeit ist zu Ende. Ach ja, ganz nebenbei kommt eine weitere kleine Auflaufform mit Pommes. Pommes!!! zu Gambas. Sorry, das geht gar nicht. Ich genieße die Gambas Stück für Stück, trinke den Silvaner, der gar nicht so schlecht schmeckt, natürlich harmonisch, und der mir gleich in den Kopf steigt. Liegt wohl am Anbaugebiet. Nach der Mikroportion Gambas habe ich natürlich noch Hunger. Ich gehe in die Küche und hole mir noch was von der herrlichen, weil wirklich knoblauchtriefenden Butter.  Die, zusammen mit den Pommes, stillen dann annähernd mein Hungergefühl.

Fazit:  Die 6 Gambas im Schälchen sind für 12,90 ziemlich überteuert. Aber sie waren geschmacklich sehr ansprechend. Genauso wie die Knoblauchbutter. Der Koch liebt offensichtlich diese Knolle – kein schlechter Zug, wenn man es mag. Die Portion war definitiv zu KLEIN. Der Wein entspricht den örtlichen Gegebenheiten, da darf man nichts Besonderes erwarten. Es standen auch nur zwei Weißweine zur Auswahl (offen).

Die junge Angestellte gab sich sehr viel Mühe , eine Aushilfskraft, die ihren Namen verdient. Deshalb bekam sie auch ein fürstliches Trinkgeld.

Achja, das „Technische“. Hätte ich fast vergessen. Der Campingplatz gibt an, Internet per WLAN zur Verfügung zu stellen. Ich bekam dafür Passwort und Benutzername. Allerdings ist es mir auch nach mehrmaligen Versuchen nicht gelungen, mich bei diesem Server anzumelden. Mac fand zwar das lokale Netz, allerdings nicht das Inter -netz. Technik ist toll, wenn sie funktioniert. Da muss wohl noch nachgebessert werden . Gehe ich halt wieder per Hotspot übers Handy auf die Reise. Gestern Abend habe ich mir aber beim Livestream vom SC Freiburg Spiel mein restliches Guthaben aufgebraucht. Das kann ganz schön teuer werden, wenn man sich Fernsehen per  mobile Daten reinzieht!

Ein Foto möchte ich Euch nicht vorenthalten, sozusagen als Dessert, einfach köstlich:

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