Time is slippin‘

Die Zeitreise geht in die letzte Runde: Von München nach Hause. Ja, nach Hause. Wird Zeit, dass ich da mal wieder hinkomme. 23 Tage Zeitreise liegen hinter mir und 2850 km in der Fahrspur meines Bullis. Ihn zuerst möchte ich herausheben, wenn ich hier schon ein vorgezogenes Resumée beginne. Er lief. Ohne zu Murren, ohne zu Knurren. Bulli eben. Aber ich habe auch ein sehr empfindliches Gasfüßchen und weiß, wann er Gas will und wann es ihm zuviel wird. Eine Symbiose Maschine – Mensch, gewachsen aus dieser einzigartigen Bulliphilosophie – oder wie ich sie nenne “ Bulliphilie“.

Noch knapp 400 km liegen vor uns. Einmal quer durch Voralpenland, am Bodensee vorbei und dann noch durch die heimatlichen Berge. Ein Highlight wird bestimmt nochmal der morgige Tag, wenn ich in Bad Feilnbach die dort ansässigen 12 Familien mit Namen „Millauer“ aufsuchen werde.

Was war gut, was war schlecht? Eine vorweg genommene Bilanz.

Beste Stadt: Hamburg. Definitiv.

Beste Landschaft: Der Main-Tauber-Kreis. Wunderschön.

Bester Typ: Hans-Heinrich, der Hafenmeister von Freiburg an der Elbe

Bestes Bier: BurtzelBräu aus Tarmstedt. Kleine Brauerei, feines Bier. Danke Ulf+Erika.

Bestes Essen auswärts: Zum Fährmann in Caputh, Schwielowsee

Bestes Wetter: Gestern auf der Fahrt nach Weißenburg. Toller Himmel!

Höchstgeschwindigkeit: 99 km/h bergab ohne Gang irgendwo in den Hügeln hinter Ochsenfurt.

Beste Ausstellung: DieErlebniswelt , Hamburg

Bester Campingplatz: KNAUS-Campingpark in Koblenz. Perfekt organisiert.

Größter Schreck: BMW im Gegenverkehr in unübersichtlicher Kurve auf Nebenstraße. Ausflug ins Grüne ohne Schaden überstanden.

Und wie steht’s mit den schlechten Erfahrungen?

Zusammengefasst: Das Wetter in Norddeutschland, die Preise auf vielen Campingplätzen, die dreckige Ostsee, das Watt, Technoparties , lockere Keilriemen, verirrte Navisprecherinnen, Abkürzungen, die keine sind, Bäume beim Landeanflug von Drohnen, Bemerkungen über Aufkleber, keine Tiere im Zoo, rote Welle, Netto, nu is aber gut.

Ach ja, die Camper….waren keine schlechte Erfahrung!

herrundhund-wordpress

 

 

 

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Kulinarisches, Technisches und was zum Schmunzeln…

Heute Abend habe ich mir mal ein Abendessen im Restaurant gegönnt. Wobei der Begriff “ Restaurant“ schon nicht ganz stimmig ist. Wir befinden uns auf einem Campingplatz der mittleren Kategorie, Azur-Camping in Wertheim. Will man nicht nochmal seinen Bulli oder das Fahrrad bewegen, dann nimmt man Vorlieb mit den örtlichen Gegebenheiten, eben der Essgelegenheit „Auszeit“, etabliert über den Duschen unterm Dach des Sanitärgebäudes.

Draußen sitzen im Sommer: Fehlanzeige, es sei denn, man betrachtet die 4 Tische unter der Dachschräge, die sich bis nach unten durchzieht, als „draußen“. Innen einfache Tische mit Blick unter den Dachfirst. Die Karte, für mediterrane Fischgenießer erst mal vielversprechen. Calamares à la Romana, Gambas mit Knoblauch, mit Rahmchiliesoße, und weitere ansprechende Fischgerichte. Ich entscheide mich für die Gambas mit der Chilierahmsoße mit frischem Knoblauch. Hört sich vielversprechend an.
Dazu einen trockenen (?) fränkischen Silvaner.  Zuerst der „Gruß aus der Küche“. Zwei schmale, kalte Baguettescheiben mit Knoblauchbutter, garniert mit jungen Zwiebelscheiben und Radieschenjulienne. Interessant. Das Brot – zum vergessen. Aber die Knoblauchbutter – wow! Der Salat: Ein Mischmasch aus Bohnen, Karotten, Radieschen und Kraut, ein Blatt grüner Salat. Alles angerichtet in der Mitte eines Desserttellers. Drei Mal die Gabel benutzt – gegessen. Sollte dies ein Hinweis auf die Überschaubarkeit des Hauptgerichtets sein? In der Tat.  In einem Auflaufform, in der man sonst vielleicht eine Créme Brulée servieren würde, liegen 6, immerhin entschälte Gambas in einer Andeutung von einer rosa Chiliesauce, garniert wiederum mit den schon bekannten Radieschenstiften und Zwiebelringen. Immerhin: heiß.  Geschmackstest: Wow! Toll. Auf den Punkt gebraten und die Sauce auch auf den Punkt in der Schärfe. Allein- die Menge. Sechs Bissen, auch wenn man sie zelebriert, und die Herrlichkeit ist zu Ende. Ach ja, ganz nebenbei kommt eine weitere kleine Auflaufform mit Pommes. Pommes!!! zu Gambas. Sorry, das geht gar nicht. Ich genieße die Gambas Stück für Stück, trinke den Silvaner, der gar nicht so schlecht schmeckt, natürlich harmonisch, und der mir gleich in den Kopf steigt. Liegt wohl am Anbaugebiet. Nach der Mikroportion Gambas habe ich natürlich noch Hunger. Ich gehe in die Küche und hole mir noch was von der herrlichen, weil wirklich knoblauchtriefenden Butter.  Die, zusammen mit den Pommes, stillen dann annähernd mein Hungergefühl.

Fazit:  Die 6 Gambas im Schälchen sind für 12,90 ziemlich überteuert. Aber sie waren geschmacklich sehr ansprechend. Genauso wie die Knoblauchbutter. Der Koch liebt offensichtlich diese Knolle – kein schlechter Zug, wenn man es mag. Die Portion war definitiv zu KLEIN. Der Wein entspricht den örtlichen Gegebenheiten, da darf man nichts Besonderes erwarten. Es standen auch nur zwei Weißweine zur Auswahl (offen).

Die junge Angestellte gab sich sehr viel Mühe , eine Aushilfskraft, die ihren Namen verdient. Deshalb bekam sie auch ein fürstliches Trinkgeld.

Achja, das „Technische“. Hätte ich fast vergessen. Der Campingplatz gibt an, Internet per WLAN zur Verfügung zu stellen. Ich bekam dafür Passwort und Benutzername. Allerdings ist es mir auch nach mehrmaligen Versuchen nicht gelungen, mich bei diesem Server anzumelden. Mac fand zwar das lokale Netz, allerdings nicht das Inter -netz. Technik ist toll, wenn sie funktioniert. Da muss wohl noch nachgebessert werden . Gehe ich halt wieder per Hotspot übers Handy auf die Reise. Gestern Abend habe ich mir aber beim Livestream vom SC Freiburg Spiel mein restliches Guthaben aufgebraucht. Das kann ganz schön teuer werden, wenn man sich Fernsehen per  mobile Daten reinzieht!

Ein Foto möchte ich Euch nicht vorenthalten, sozusagen als Dessert, einfach köstlich:

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Deutschland säuft ab

Der Bulli war die letzten 30 Kilometer der gestrigen Etappe als Amphibienfahrzeug unterwegs. Die Straße war streckenweise mehr ein Kanal als eine Asphaltstrecke, mehr als Schritttempo war nicht möglich. Einem U-Boot gleich schwamm ich nach Tarmstedt, wo ich, innen gottseidank trocken, außen pitschenass, dann auch an den Zielkoordinaten auftauchte. Tolle Sache so ein GPS. Es wurde meinem Bulli sogar der Luxus gegönnt, in einen überdachten Carport anzudocken – hatte er auch verdient, nach dieser Wasserschlacht.

Deutschland im Untergang. Seit gestern Abend scheinen alle Schleusen des Himmels geöffnet worden zu sein. Regen in einer Nacht , soviel, wie sonst nur im ganzen Monat. Und auch für heute ist weiterer Regen angesagt, eine Besserung ist erst ab morgen in Sicht.

So haben wir beschlossen, heute eine Regenpause einzulegen. Bulli wettert den Regen im  Carport ab, ich im warmen Wohnzimmer. Die Gelegenheit, ein paar Dinge aufzuarbeiten, die während der Fahrt liegen geblieben sind. Akkus laden, Fotos sortieren, die defekte Drohnenkamera per Post zur Reparatur zu schicken, usw.

Sollte morgen die Sonne hervorkommen, dann geht es weiter. Münster ist unser nächstes  Ziel.

Foto: Regensituation in Deutschland, © Kachelmann.comBildschirmfoto 2017-07-25 um 10.28.41

Halbzeitbilanz

Nach zwei Etappen liegt die Hälfte meiner Zeitreise hinter mir. 1500 Km haben der Bulli und ich abgespult, 14 Tage liegen hinter uns. Vor uns, wenn alles gut geht, nochmal dasselbe.

Der Schwung der ersten Woche hat in der zweiten nachgelassen. Ich war nicht mehr so offen für Kontakte, war oft mit mir selbst beschäftigt, zu sehr von der Spurensuche nach meinen Vorfahren abgelenkt. Nach Arendsee wollte ich den turnaround schaffen, wieder durch den Kontakt mit neuen Leuten und  Gegenden in die Spur kommen. Irgendwie ist mir das bis heute nicht gelungen. Woran liegt es?

Noch immer bin ich ein Getriebener. Für mich gilt ganz klar der Spruch „Der Weg ist das Ziel“. Wenn ich mit dem Bulli unterwegs bin, dann geht es mir gut, dann könnte ich die Welt umarmen. Irgendwo auf einem Stellplatz angekommen, radle ich die Umgebung ab, fast schon hektisch, schieße Fotos, mache Videos und lade sie auf den Rechner. Dann ist es meistens schon abends, noch schnell was essen und dann in die Koje. Frühmorgens bin ich wach und kann es kaum erwarten, wieder unterwegs zu sein. Nirgendwo hat es mich länger gehalten. Lag es an meiner inneren Unruhe? Oder an der doch manchmal sehr spießigen Campingplatzatmosphäre? Mutti im Schlabberjogginganzug, Vati in Unterhemd und Adidashose, das Blümchen am Wohnwagenfenster, den Fußabtreter schön sorgfältig vor den Eingang gelegt… Deutschland deine Camper. Außer chillen und grillen nichts gewesen? Mir fehlt der Impuls, mit solchen Leuten ins Gespräch zu kommen. Doch will ich die deutsche Camperseele wirklich erforschen, dann muss ich mit ihnen reden.

Vor mir liegt Friesland. Cuxhaven, Bremen, Tamstedt und dann weiter nach Münster und in den Pott. Ich habe Lust auf diese Landschaften, die Städte und ihre Bewohner, möchte ihnen offen begegnen. Es bleibt spannend.

Einen ganz lieben Klaps muss ich meinem Bulli auf die Haube geben: Er lief ohne irgendwelche Probleme, jeden Tag, ohne zu mucken, einfach ein guter Freund, auf den man sich verlassen kann. Hoffentlich bleibt das so. Immer ein Ohr im Motorraum und im Getriebe, das andere auf der Straße. Toitoitoi.

Von Steinen in Funklöchern

In Arendsee bin ich in einem Funkloch gelandet. Internetempfang 1 Kreis Edge. Damit lässt sich nicht mal mehr eine Whatsapp Nachricht schicken.  Es blieb mir nichts übrig als „auf Vorrat“ zu schreiben und am nächsten Tag , also heute, den Beitrag einzustellen. Nirgends sonst kam ich mir so im „Osten“ vor wie in Arendsee. Ganz unabhängig vom Internet, waren hier die Bürgersteige hoch geklappt, keine Menschenseele auf der Straße, kein Geschäft offen, Gasthäuser? Da musste man erst mal suchen.  Und NETTO! Netto scheint allgegenwärtig zu sein in den ehemaligen Bundesländern. Geht man rein, kommt es einem vor, als beträte man ein Lager, wo Aldi alldie Produkte aussortiert hat, die sich nicht mehr verkaufen lassen.  Mangels Alternative muss man dann wohl in den sauren Apfel beißen, wenn man für ebendies etwas braucht.

Apropos „suchen“… nach Arendsee bin ich gekommen , um einen Stein zu finden.

Mein Großvater mütterlicherseits hatte an diesem See, der durch einen eingestürzten Salzstock entstanden ist, ein Wochenendgrundstück. Darauf hatte er einen alten Eisenbahnwaggon gestellt als Unterkunft. Sehr zünftig. Am Seezugang hatte er einen Monolithen aufgestellt. ein Granitstein mit ziemlichen Ausmaßen, ungefähr 1.5 x 2 Meter, geschätztes Gewicht 3 – 4 Tonnen. Darauf ließ er einen Spruch von Viktor  von Scheffel einmeißeln:

„ Von der Hochalpen Kuppen, dem ewigen Schnee,

von der Gletscher Schuttwall und Eise,

bis zum Urmeer, des Rest auch dieser See,

ging meine erratische Reise.“

Ein altes Foto meiner Mutter hatte ich mit genommen , um den Stein wieder  zu erkennen . Ich wusste nur ungefähr , wo das Grundstück lag und fuhr vorsichtig mit dem Fahrrad die Uferpromenade entlang, die Seegrundstücke zur Linken immer im Auge.

Fast wäre ich dann doch vorbeigerauscht – aber da stand er!

Direkt hinter dem Zaun, die Inschrift neu eingemeißelt und mit schwarzer Farbe nachgezogen!

Vollbremsung! Das Gelände war eingezäunt, keine Chance zum Stein zu gelangen ohne Hausfriedensbruch zu begehen. Also die Kamera gezückt und den Stein auf den Chip geladen. Irgendwas in mir wollte zum Stein hin, ihn berühren, aber ich wendete mich ab. Er war da, wo er hin gehörte, wem er gehörte? Niemandem. Er war einfach ein Stück der Natur. Ich stieg aufs Fahrrad , warf einen letzten Blick zurück und kehrte zum Bulli zurück – man muss loslassen können.

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Bulli meets Bulli – mit vier Generationen dazwischen!

Durch Zufall kam ein Leipziger Ehepaar – Jürgen und Heike – gleichzeitig mit mir im Himmelreich an. Seither teilen wir uns unseren Platz an der Wasserfront. Sie mir ihrem niegelnagelneuen T6 Camper und ich mit meinem Oldie. Zwischen den Fahrzeugen liegen 46 Jahre VWBus-Geschichte! Was für eine glückliche Fügung , dass diese beiden Bullis jetzt so einträchtig nebeneinander zu stehen kamen! De Zufall hat schon tolle Überraschungen parat!

Genial finde ich, dass unter dem Seitenspiegel bei dem „Neuen“ auch noch der Schriftzug „Bulli“ in edlem Chrom angebracht ist. Manche Begriffe sind halt für die Ewigkeit gemacht. Bestimmt haben sich die Beiden einiges zu erzählen. Der Alte hat natürlich bedeutende mehr Er-fahrung, die der Junge erst noch machen muss mit seinen 350 Km auf der Scheibe, dann kann der Alte nur lachen: Kannste nochmal 3 Nullen hinzuschreiben, wird er sagen!

Der technische Vergleich muss hinken – natürlich – drüben stehen 150 PS bei 2 tonnen Lebendgewicht, Einspritzer, 4-Zyl.Diesel, Verbrauch so ca. 6-8 Liter bei (meiner!) Fahrweise, hier stehen 50 PS bei gleichem Gewicht, 4Zyl. Boxer Vergaser, Verbrauch: STOLZ!! 10 Liter , wer’s nicht glaubt, dem zeige ich die Tankquittungen!

Die Innenausstattungen sind eigentlich vergleichbar, die in meinem Bulli ist halt 40 Jahre älter. Herd, Kühlschrank, Spüle, Dusche, Hochstelldach, Schrank, Doppelbett. Meins ist 20 cm breiter – ätsch!  Aber der Junge kann bestimmt  noch was lernen von dem „Alten“, mit den Jahren kommt die Er-fahrung – im wahrsten Sinne des Wortes.

Ikarus, Daedalus und Phoenix

Kennt ihr aus der griechischen Mythologie die Geschichte von Ikarus und Daedalus? Hier die Kurzfassung: Daedalus und sein Sohn Ikarus wollten aus der Gefangenschaft in Kreta fliehen und Daedalus konstruierte ihnen aus Federn und Wachs ein Paar Flügel, mit denen sie über dasAegaeische Meer fliehen wollten. Das klappte auch ganz gut, nur Ikarus wurde übermütig und flog zu hoch, daraufhin schmolz das Wachs , die Federn lösten sich und er stürzte ins Meer , ungefähr dort, wo heute die Insel Ikaria ist.

So ähnlich ging mir das ja auch mit der Drohne. Zu übermütig, zu wenig Übung , Crash.

Vorgestern Nacht konnte ich nicht schlafen. Vieles ging mit durch den Kopf. Ich war unruhig und merkte, dass ich irgendwie noch nicht in meinem Projekt angekommen war Ich stand neben mir und sah mir zu, wie ich agierte,wie in einem Film. Der Drohnencrash war auch ein Zeichen dafür, dass ich Dinge unüberlegt machte. Ich musste unbedingt ruhiger werden , gelassener, konzentrierter. Plötzlich , es war 0130 Uhr, erinnerte ich mich an diesen Film „Der Flug des Phoenix“, wo es darum ging, dass ein paar verirrte Abenteurer in der Sahara ein Flugzeugwrack finden, dass eigentlich noch funktionsfähig war, sie dieses reparierten und sich damit aus ihrer Notlage retteten. Phoenix aus der Asche. Was das nicht auch auf meine Drohne anwendbar. Noch mitten in der Nacht begann ich eine Bestandsaufnahme: Was war irreparabel kaputt, was konnte ich mit Bordmitteln reparieren und wie würde das Ergebnis aussehen? Das sah doch gar nicht so schlecht aus….

Also: Die Kamera inklusive des Gimbal Motors wurden beim Absturz von der Drohne abgerissen, die Kabel lagen blank, Teile des Gimbals waren verloren oder kaputt. Das konnte ich nicht reparieren. Die Halterung des vorderen rechten Koptermotors war komplett abgebrochen, der Motor hing nur noch an den Kabeln. Das war der kritischste Punkt. Die Klappe für den Akku ließ sich nicht mehr schließen. Das war kein Problem. Und – ich hatte noch einen kompletten Satz Ersatzpropeller! Ich wurde so aufgeregt , dass ich kaum wieder einschlafen konnte. Am nächsten Morgen startete das Projekt „Phoenix“!

Ich radelte in einen Baumarkt und besorgte mir Epoxykleber und kleine Pinsel zur Reparatur der Motorhalterung, die ich vorher schon provisorisch mit Kontaktkleber so ungefähr in der richtigen Position fixiert hatte. Doch zuvor, damit nicht alle Arbeit umsonst war: Der Motorentest. Und tatsächlich, der abgebrochene Motor drehte noch! Ich brachte auf die Bruchstellen zwei Lagen Epoxy auf und ließ 24 Stunden aushärten. Bombenfest! Ich reparierte die Klappe mit drei Schrauben und 1 Gummi und ich brachte den GoPro-Standfuss mit zwei Kabelklemmen an der noch vorhanden Gimbalhalterung an. Die GoProKamera ließ sich nun upsidedown anbringen. Und nun der Probeflug mit Kamera und Aufnahme: Lasst Euch überraschen: